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Im Gemüse und Obst sind alle Vitamine enthalten?


Wir kennen heute insgesamt 13 Vitamine.
 
Im Obst und Gemüse kommen aber nicht alle diese 13 Vitamine vor!
Lediglich ein Teil der 13 Vitamine sind in Pflanzen zu finden - und dabei oftmals einzelne Vitamine nur in einzelnen Pflanzen.
Die Vitamine D und B12 kommen sogar weder im Obst noch im Gemüse vor! (siehe Vitamintabelle)

Interessant ist, dass im Fleisch (und insbesondere in der Leber) schon 12 Vitamine enthalten sind
(und Mineralstoffe! und Spurenelemente!).
Lediglich Vitamin C ist nicht im Fleisch enthalten.
Vitamin C stellt der Hund in Eigensynthese her. Ihr Hund muss es sich also nicht, anders als wir Menschen, mittels Nahrungsaufnahme zuführen.

Wenn im Fleisch alle, für Ihren Hund lebensnotwendigen Vitamine enthalten sind, wozu füttern Sie Ihrem Hund eigentlich zusätzlich noch Obst und Gemüse?

 

Hunde fressen den Mageninhalt (zuerst)?

 
Hunde fressen nur einen kleinen „Rest“ Mageninhalt. Nämlich den, der noch an den Wandungen des Magens haftet. Im Verhältnis zum Gesamtbeutetier liegt dieser Anteil bei nur etwa 2 bis 3%.

Dass Hunde pflanzliche Nahrung in Form des Darminhaltes (Chymen) aufnehmen, ist zwar prinzipiell richtig, nur beträgt beispielsweise die Gesamtmenge an Darminhalt beim Schwein (Darmlänge etwa 8m) nur circa eine halbe Kaffeetasse voll.

In der Summe (Mageninhalt + Darminhalt) handelt es sich also um max. 5% des Beutetieres.

 
Elli Radinger (Fachjournalistin und Bauchautorin mit Schwerpunkt Wolf und Hund) schreibt dazu:

"Ich beobachte seit 15 Jahren wilde Wölfe in Yellowstone und arbeite dort im Wolfsprojekt mit. Täglich kann ich die Wölfe bei der Jagd auf die Wapitihirsche beobachen und auch sehen, wie sie sie fressen. Noch NIE hat ein Wolf den Mageninhalt gefressen. Sie reissen die Beute am Bauch auf, weil dort die Haut am dünnsten ist. Dann ziehen sie den Magen raus und lassen ihn liegen, um an die nahrhaften Organe zu kommen. Der Mageninhalt ist meist noch das einzige, was von einer Beute übrig bleibt."
Mehr: www.yellowstone-wolf.de und http://yellowstone-wolf.blogspot.com

 

Püriertes Gemüse ersetzt den Mageninhalt der Beutetiere und ist wichtig für Hunde?
 

Der Magen von Pflanzenfressern enthält zwar verschiedene Gräser und Pflanzen, aber nicht in rohem Zustand, sondern vermengt mit Bakterien und Verdauungssäften.

Der Mageninhalt, bzw. die dort befindlichen Pflanzen, sind folglich anverdaut (bzw. vorverdaut).

Eine alleinige Zugabe von rohem, püriertem Gemüse entspricht also nicht dem tatsächlichen Mageninhalt der Beutetiere!

Wenn Sie den Mageninhalt des Beutetieres als Nahrungsbestandteil Ihres Hundes nachbilden wollen, müssen Sie das pürierte Gemüse zunächst mit dem Enzym Amylase, sowie zellulolytische Bakterien (hauptsächlich Milchsäurebakterien) versetzen und gut vermengen.
Nun müssen Sie das ganze etwa 4-6 Stunden bei exakt 38,0°C stehen lassen (Brutschrank), damit die Bakterien und Enzyme das zerkleinerte Gemüse „verdauen“ können.
Erst jetzt entspricht Ihr Gemüse dem Mageninhalt eines Beutetieres und erst jetzt kann dieses vom Hund auch verwertet werden.
Nicht „vorverdautes“ Gemüse, auch wenn es püriert ist, ist für Hunde absolut unverdaulich!

 

Alternativ zu diesem „Verdauungsakt“ können Sie das Gemüse auch erhitzen.
Allerdings reicht kochen bei 100°C nicht aus, auch nicht, wenn es püriert ist.
Sie müssen das Gemüse 25 Minuten lang, bei mind. 190°C backen. Erst bei dieser Temperatur platzen die Stärkekörnchen auf und werden für Hunde (und Menschen!) überhaupt verwertbar.

Das ist auch der Grund, warum wir Menschen Getreide nicht als Körner, sondern als Brot essen. 
(Fragen Sie einfach mal bei Ihrem Bäcker nach!)
Ausserdem wird auch das industrielle Fertigfutter für Hunde so erhitzt - eben um es für den Hund überhaupt verwertbar zu machen.
Nach diesem Erhitzen, bzw. Backen, sind die Vitamine, bzw. die "gesunden" Inhaltsstoffe allerdings schon verschwunden!

Im Gegensatz zu Rind, Schaf, Ziege, Reh- oder Damwild (also den klassischen Wiederkäuern und Hauptbeutetieren von Hunden) ist der Darm des Hundes nur etwa ¼ so dick und auch der Durchmesser ist kleiner.
Ebenso enthält die Darmwand nur etwa ¼ Muskelfasern.
Das reicht für den normalen Nahrungsbrei, der eigentlich eine Konsistenz wie Eierlikör hat, auch vollkommen aus. Bei der Verfütterung von rohem - und erstrecht bei püriertem Gemüse, erhält der Nahrungsbrei jedoch eine Konsistenz wie Grünkohl, da die Pflanzenteile im Magen nicht verdaut werden können.
Mit dieser schweren Masse ist der recht dünne und muskelarme Hundedarm oft vollkommen überfordert. Die Folge sind Verstopfungen und Darmkrämpfe bis hin zur oftmals tödlich verlaufenden Darmverschlingung.



Unser Tipp:

Wenn Sie Ihrem Hund gerne Gemüse oder Obst verfüttern wollen, überlassen Sie ihm doch einfach mal die Wahl, ob, bzw. was er fressen möchte und was nicht. Gerade in den Sommermonaten kann man häufig beobachten, dass Hunde gerne mal saftiges, reifes Obst (!) zu sich nehmen.
Mengen Sie Ihrem Hund nicht einfach püriertes Gemüse oder Obst unter, sodass er es mitfressen muss. Das führt eben ausserdem zum ungesunden, künstlich verdickten Nahrungsbrei. (siehe oben)

Legen Sie ihm einfach die ganze (oder halbe, oder viertel, etc.) Möhre oder den ganzen (oder halbierten, etc.) Apfel zum Fleisch dazu - oder geben Sie es ihm, nachdem er das Fleisch gefressen hat.
So sehen Sie schnell seine Vorlieben - und so lernen Sie Ihren Hund noch einmal ganz neu kennen!

Versprochen! wink