Ihr Warenkorb
keine Produkte

 



Hunde fressen den Mageninhalt (zuerst)!

 
Hunde fressen nur einen kleinen „Rest“ Mageninhalt. Nämlich den, der noch an den Wandungen des Magens haftet. Im Verhältnis zum Gesamtbeutetier liegt dieser Anteil bei nur etwa 2 bis 3%.

Dass Hunde pflanzliche Nahrung in Form des Darminhaltes (Chymen) aufnehmen, ist zwar prinzipiell richtig, nur beträgt beispielsweise die Gesamtmenge an Darminhalt beim Schwein (Darmlänge etwa 8m) nur circa eine halbe Kaffeetasse voll.

In der Summe (Mageninhalt + Darminhalt) handelt es sich also um max. 5% des Beutetieres.

 
Elli Radinger (Fachjournalistin und Bauchautorin mit Schwerpunkt Wolf und Hund) schreibt dazu:

"Ich beobachte seit 15 Jahren wilde Wölfe in Yellowstone und arbeite dort im Wolfsprojekt mit. Täglich kann ich die Wölfe bei der Jagd auf die Wapitihirsche beobachen und auch sehen, wie sie sie fressen. Noch NIE hat ein Wolf den Mageninhalt gefressen. Sie reissen die Beute am Bauch auf, weil dort die Haut am dünnsten ist. Dann ziehen sie den Magen raus und lassen ihn liegen, um an die nahrhaften Organe zu kommen. Der Mageninhalt ist meist noch das einzige, was von einer Beute übrig bleibt."
Mehr: www.yellowstone-wolf.de und http://yellowstone-wolf.blogspot.com

 
Püriertes Gemüse ersetzt den Mageninhalt der Beutetiere und ist wichtig für Hunde!
 

Der Magen von Pflanzenfressern enthält zwar verschiedene Gräser und Pflanzen, aber nicht in rohem Zustand, sondern vermengt mit Bakterien und Verdauungssäften.

Der Mageninhalt, bzw. die dort befindlichen Pflanzen, sind folglich anverdaut (bzw. vorverdaut).

Eine alleinige Zugabe von rohem, püriertem Gemüse entspricht also nicht dem tatsächlichen Mageninhalt der Beutetiere!

Wenn Sie den Mageninhalt des Beutetieres als Nahrungsbestandteil Ihres Hundes nachbilden wollen, müssen Sie das pürierte Gemüse zunächst mit dem Enzym Amylase, sowie zellulolytische Bakterien (hauptsächlich Milchsäurebakterien) versetzen und gut vermengen.
Nun müssen Sie das ganze etwa 4-6 Stunden bei exakt 38,0°C stehen lassen (Brutschrank), damit die Bakterien und Enzyme das zerkleinerte Gemüse „verdauen“ können.
Erst jetzt entspricht Ihr Gemüse dem Mageninhalt eines Beutetieres und erst jetzt kann dieses vom Hund auch verwertet werden.
Nicht „vorverdautes“ Gemüse, auch wenn es püriert ist, ist für Hunde absolut unverdaulich!

 

Alternativ zu diesem „Verdauungsakt“ können Sie das Gemüse auch erhitzen.
Allerdings reicht kochen bei 100°C nicht aus, auch nicht, wenn es püriert ist.
Sie müssen das Gemüse 25 Minuten lang, bei mind. 190°C backen. Erst bei dieser Temperatur platzen die Stärkekörnchen auf und werden für Hunde (und Menschen!) überhaupt verwertbar.

Das ist auch der Grund, warum wir Menschen Getreide nicht als Körner, sondern als Brot essen. 
(Fragen Sie einfach mal bei Ihrem Bäcker nach!)
Ausserdem wird auch das industrielle Fertigfutter für Hunde so erhitzt - eben um es für den Hund überhaupt verwertbar zu machen.
Nach diesem Erhitzen, bzw. Backen, sind die Vitamine, bzw. die "gesunden" Inhaltsstoffe allerdings schon verschwunden!

Im Gegensatz zu Rind, Schaf, Ziege, Reh- oder Damwild (also den klassischen Wiederkäuern und Hauptbeutetieren von Hunden) ist der Darm des Hundes nur etwa ¼ so dick und auch der Durchmesser ist kleiner.
Ebenso enthält die Darmwand nur etwa ¼ Muskelfasern.
Das reicht für den normalen Nahrungsbrei, der eigentlich eine Konsistenz wie Eierlikör hat, auch vollkommen aus. Bei der Verfütterung von rohem - und erstrecht bei püriertem Gemüse, erhält der Nahrungsbrei jedoch eine Konsistenz wie Grünkohl, da die Pflanzenteile im Magen nicht verdaut werden können.
Mit dieser schweren Masse ist der recht dünne und muskelarme Hundedarm oft vollkommen überfordert. Die Folge sind Verstopfungen und Darmkrämpfe bis hin zur oftmals tödlich verlaufenden Darmverschlingung.



Unser Tipp:

Wenn Sie Ihrem Hund gerne Gemüse oder Obst verfüttern wollen, überlassen Sie ihm doch einfach die Wahl, ob, bzw. was er fressen möchte und was nicht.
Mengen Sie Ihrem Hund nicht einfach püriertes Gemüse oder Obst unter, sodass er es mitfressen muss. Das führt eben ausserdem zum ungesunden, künstlich verdickten Nahrungsbrei. (siehe oben)

Legen Sie ihm einfach die ganze (oder halbe, oder viertel, etc.) Möhre oder den ganzen (oder halbierten, etc.) Apfel zum Fleisch dazu - oder geben Sie es ihm, nachdem er das Fleisch gefressen hat.
So sehen Sie schnell seine Vorlieben - und so lernen Sie Ihren Hund noch einmal ganz neu kennen!

Versprochen! wink

 

Im Gemüse und Obst sind alle Vitamine enthalten!
 

 
Wir kennen heute insgesamt 13 Vitamine.
 
Im Obst und Gemüse kommen aber nicht alle diese 13 Vitamine vor!
Lediglich ein Teil der 13 Vitamine sind in Pflanzen zu finden - und dabei oftmals einzelne Vitamine nur in einzelnen Pflanzen.
Die Vitamine D und B12 kommen sogar weder im Obst noch im Gemüse vor! (siehe Vitamintabelle)

Interessant ist, dass im Fleisch (und insbesondere in der Leber) schon 12 Vitamine enthalten sind 
(und Mineralstoffe! und Spurenelemente!).

Lediglich Vitamin C ist nicht im Fleisch enthalten.
Vitamin C stellt der Hund in Eigensynthese her. Ihr Hund muss es sich also nicht, anders als wir Menschen, mittels Nahrungsaufnahme zuführen.

Wenn im Fleisch alle, für Ihren Hund lebensnotwendigen Vitamine enthalten sind, wozu füttern Sie Ihrem Hund eigentlich zusätzlich noch Obst und Gemüse?



Viel Fressen macht satt!
 

Bei Hunden verhält sich dies anders als bei uns Menschen!
 
Menschen besitzen zwei „Meßstellen“ für den Zustand des Sattseins:
  • Rezeptoren in der Magenwand: diese messen die Spannung und damit den Füllegrad des Magens.
  • Meßstation im Gehirn: diese mißt den Nährstoffgehalt im Blut.
  • Hunde hingegen besitzen keine Rezeptoren in der Magenwand, können also den Füllzustand des Magens garnicht messen.
  • Hunde sind nur dann satt, wenn die Meßstelle im Gehirn sagt, dass genügend Nährstoffe im Blut angekommen sind.

 

Einem Hund also viel Menge zu füttern, z.B. durch volumenreiches Futter (Obst, Gemüse, Trockenfutter, o.ä.) und anzunehmen, er sei satt, ist also vollkommen falsch!
Natürlich hört der Hund irgendwann auf zu fressen (weil einfach nichts mehr in den Magen hineingeht) aber SATT ist er deswegen nicht!
Diese Hunde rennen häufig zum Napf und fressen eine kleine Menge, weil einfach nichts mehr reingeht, die Hunde aber immer noch Hunger haben.
 
Einen schnellen Sättigungseffekt erreicht man bei Hunden mit einer Nahrung, die den Magen schnell passiert und dadurch schnell in das Blut gelangt - und somit das Sättigungszentrum im Gehirn (die einzigste Meßstation beim Hund!) erreicht.
 
Alles, was langsam verdaut wird und somit lange im Magen verbleibt, macht zwar uns Menschen satt, aber leider nicht unsere Hunde!
 
⇒ Alle pflanzlichen Produkte werden primär im Magen verdaut, deswegen haben Pflanzenfresser auch einen relativ großen Magen und auch dortige Rezeptoren, die den Füllzustand signalisieren: „Ich bin satt“.
 
⇒ Alles tierische Material (z.B. Fleisch) wird im Magen durch die Salzsäure und das Pepsin schnell verflüssigt und gelangt so schnell in den Darm - und damit in das Blut. Die Hunde sind schnell und langanhaltend satt.

Hunde funktionieren eben anders als Menschen! wink
 


Ein Hund darf keine Schokolade fressen!
 

Im Kakaoanteil der Schokolade ist zwar das für den Hund giftig wirkende Theobromin enthalten, allerdings ist die Giftwirkung eher gering.
 
Beim Verzehr von Vollmilchschokolade müßte der Hund 1/3 seines Körpergewicht an Schokolade fressen, um in einen gefährlichen Vergiftungszustand (LD50) zu geraten.
Das wären für einen Schäferhund 10kg Schokolade - auf einmal!
 
Aufpassen sollte man aber unbedingt bei kleinen Rassen (Yorki, Papillon, Bolonka, etc.).
Dort ist aufgrund der geringen Körpermasse des Tieres eventuell schnell ein Vergiftungszustand erreicht, insbesondere, wenn sich der kleine Hund unbeobachtet am Pralinenkasten oder auch am Weihnachtsteller bedient hat.

 

Ebenso ist Vorsicht geboten bei dunkler Schokolade, welche einen deutlich höheren Kakaoanteil enthält.
Hier reicht mitunter schon 1/10 des Körpergewichtes an Schokolade aus, um in einen gefährlichen Zustand zu geraten!
In unserem obigen Beispiel mit dem Schäferhund wären das aber immer noch 3 kg Schokolade auf einmal.
 
Übrigens ist der Grad der Giftigkeit von Theobromin für Hunde genauso, wie die Giftigkeit von Alkohol für den Menschen.
Und genauso wie Sie sich ab und an ein Gläschen Bier oder Wein gönnen dürfen (bzw. sollten), darf der Hund auch ab und an mal ein Stückchen (Vollmilch-)Schokolade zu fressen bekommen.
Die Hunde freuen sich darüber und schaden tun diese kleine Mengen überhaupt nicht!

 

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter http://www.vetpharm.unizh.ch
 


Gewürze (z.B. in Mittagessensresten) sind schädlich für Hunde!
 

Zum Einen wurden Hunde über Jahrhunderte hinweg (bis zum Tag der Einführung des industriellen Fertigfutters) reichlich mit Mittagessensresten ernährt. Zum Anderen sind tatsächlich keine Erkrankungen in der Fachliteratur beschrieben oder bekannt, die auf Gewürze (außer Knoblauch und Zwiebeln!) zurückzuführen sind.

Ganz im Gegenteil!

Durch Gewürze werden alle Verdauungsorgsane mehr oder weniger positiv stimmuliert (mehr Speichel, verstärkte Magensaftsekretion und Magentätigkeit, verbesserte Sekretion von Enzymen der Bauchspeicheldrüse und der Darmeigendrüsen, verstärkte Gallensaftproduktion, verstärkte Durchblutung der Verdauungsorgane, u.s.w.) was zu einer deutlich verbesserten Verdauung führt.
Dies ist als absolut positiv zu bewerten.
 
Dennoch ist aus heutiger Sicht die alleinige Ernährung von Hunden und Katzen nur mit Mittagessensresten nicht ausreichend, da die Zusammensetzung unserer Nahrung nicht den Bedürfnissen eines Raubtieres entspricht.
 
Als abwechslungsreiche Ergänzung zur Basisfütterung (artgerecht und am besten mit Fleisch) sind Mittagessensreste als gelegentlicher Anteil bis zu 25% der Gesamtration aufgrund der verdauungsfördernden Wirkung aber durchaus geeignet.
 

Kochsalz ist schädlich für Hunde!

 
Dieser Irrtum basiert auf der Fehlinterpretation einer Promotionsschrift aus dem Anfang des 20.Jahhunderts.

⇒ Demnach ist Kochsalz für nierenkranke Patienten (Menschen!) zusätzlich nierenschädlich.

Leider wurde in der Folgezeit der Bezug zur Nierenkrankheit dabei völlig außer Acht gelassen und die Aussage derart verändert weitergegeben, dass man am Besten „gar kein Salz essen“ sollte.
Im Rahmen der „Vermenschlichung“ der Hundehaltung übertrug man dann diese Fehlinformation auf die Hundeernährung.

Erst Mitte der 90er Jahre, als die Promotionsschrift nochmals nachgelesen wurde, fiel der Irrtum auf.
Hunde (und Menschen!) benötigen Kochsalz insbesondere zur Produktion von Salzsäure im Magen und zur Aufrechterhaltung der Nervenfunktion.
 
Da Hunde eine vielfach höhere Salzsäureproduktion im Magen haben (notwendig für die Fleischverdauung als Raubtier!), benötigen Sie auch mehr Kochsalz in der Nahrung.
Eine kochsalzarme Ernährung wäre für unsere Hunde also eigentlich fatal.
 
⇒ Ausnahmen bilden hier natürlich die nierenkranken Hunde!

​​Eine „Kochsalzvergiftung“ tritt nur dann auf, wenn zeitglich zur Kochsalzaufnahme nicht genügend Wasser zur Verfügung steht.

Eine Überversorgung mit Kochsalz erfolgt nicht, da nur die Menge aus der Nahrung aufgenommen wird, die der Körper aktuell benötigt.
Der Rest wird mit dem Kot ausgeschieden.
Bei der Verfütterung von normal gesalzenen Mittagessensresten (siehe oben!) kann nichts Schädliches passieren.
 
Hunde brauchen nicht nur Eiweiß, sondern auch Kohlenhydrate in der Ration!
 
Diese Empfehlung kommt eigentlich aus aus der landwirtschaftlichen Futtermittelberechnung für Schweine (Allesfresser) und wurde einfach auf Hunde übertragen.

In der landwirtschaftlichen Futtermittelberechnung geht es ausschließlich um ökonomische Faktoren: Die besten Leistungsmerkmale (Milchleistung bei Kühen, Masttagszunahme bei Schweinen, u.s.w.) sollen bei möglichst geringem Futtereinsatz erzielt werden.

⇒ Hunde sind aber keine Milchleistungskühe oder Mastschweine!

 
Außerdem ist es eigentlich vollkommen egal, ob man Fette, Eiweiße oder Kohlenhydrate füttert, da im Körper sowieso alle diese Nährstoffe zunächst in ihre Grundbausteine zerlegt werden und dann in den sogenannten „Tri-Carbonsäure-Cyclus“ (TCC) einfließen.
Hier werden die Nährstoffe chemisch weiter zerkleinert, in ihre Atom- bzw. Molekülstruktur, und können dann ineinander umgewandelt werden.
 
So baut der Körper aus Eiweißen Kohlenhydrate, aus Fetten Eiweiße und aus Kohlenhydrate Fette auf.
 
Da alle Bausteine Kohlenstoff (C) und Wasserstoff (H) enthalten, ist dies auch kein Problem.
Lediglich der Bedarf an Stickstoff (N) - für den Aufbau von tierischen Eiweißen - muß über die Aufnahme von anderen Eiweißen realisiert werden.
Deswegen enthalten alle Trockenfutter mind. 4% tierisches Eiweiß.

Für das Funktionieren des "Tri-Carbonsäure-Cylus" (TCC) sind einige Katalysatoren zuständig.
Dies ist der Punkt, wo die Vitamine und Spurenelemene ins Spiel kommen.
Diese sind dafür notwendig, daß die Umwandlung der Nährstoffe ineinander möglich wird.

Man kann sich also durchaus nur mit Fleisch - oder Fett - oder Kohlenhydraten (Pflanzen) - ernähren, da der Körper aus dem tierischen Eiweiß Fette und Kohlenhydrate selber herstellen kann.

Er kann auch aus Fetten Eiweiße und Kohlenhydrate synthetisieren und aus Kohlenhydraten Eiweiße und Fette.
Einzige Vorraussetzung ist das Vorhandensein von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen!
 
Rohes Fleisch macht böse und aggressiv!
 
Im Gegenteil: Eine Umstellung auf artgerechte Ernährung kann sogar helfen, sehr nervöse und aggressive Hunde etwas zu beruhigen.
Minderwertige Nahrung wirkt sich unter Umständen auch auf das Verhalten aus.
Es kann sein, dass ein Hund einen für ihn in der Wertigkeit höher angesiedelten Knochen vehementer und entschlossener gegen andere Hunde verteidigt, als eine Schüssel Trockenfutter, aber sein Verhalten seinem Besitzer gegenüber ist eine reine Erziehungssache.
Hunde müssen einfach lernen, dass Menschen keine Futterkonkurenten sind. Die meisten Hunde akzeptieren ihre Menschen und sehen sie nicht als ihre Konkurenten.
 
Manche Hundebesitzer, die Vieh (z.B. Schafe) halten, haben Bedenken, Schaffleisch an die Hunde zu verfüttern, weil Sie befürchten, die Hunde könnten (auf den Geschmack gebracht) zu Viehreißern werden.
Es gibt Fälle, da wurden von Schäfern kleine Lämmer mit der Flasche groß gezogen - und die mit rohem Lammfleisch gefütterten Hunde schliefen nachts neben diesen kleinen Lämmern.​
Nie hatte einer dieser Hunde versucht, ein kleines Lamm oder ein Schaf zu reißen.

 
"Mein Futterplan wurde für meinen Hund genau ausgerechnet!"
 
Sehr gut! Nur leider stimmt diese Berechnung wahrscheinlich nicht!
 
Der tatsächliche Bedarf an Nährstoffen, Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen hängt nämlich nicht nur von der Rasse, bzw. der Größe des Hundes oder dessen Geschlecht oder Alter ab, sondern in viel größerem Maße (bis zu 40%) von den realen, sich täglich ändernden Lebensumständen (z.B.: Außentemperatur, Luftfeuchte, UV-Einstrahlung, Tageslichtlänge, Laufleistung, Wohngegebenheiten, geschlechtliche Aktivität, u.s.w.).
 
  • Ein Hund der täglich mehrmals sechs Treppen bis in die dritte Etage des Wohnhauses laufen muß benötigt doch sicherlich mehr Energie, als der gleiche Hundetyp im Erdgeschoß.
  • Ein Hund, der heute 1000 Meter mehr läuft als gestern, braucht dafür heute mehr Energie. Oder anders herum - wenn ein Hund heute 1000 Meter weniger läuft als gestern, haben Sie Ihn dann mit Ihrem Futterplan heute überfüttert?
  • Ein Hund bewegt sich im Sommer, wenn die Tage länger sind deutlich mehr als im Winter. Haben Sie denn für die vier Hauptjahreszeiten einen entsprechend an die unterschiedlichen Bewegungsleistungen angepaßten Futterplan?
  • Wenn die Sonne im Sommer intensiver scheint, erhält der Hund auch mehr UV-Strahlung. Diese aktiviert in der Haut Vitamin D. Haben Sie verschiedene Vitamin-D-Zusätze entsprechend der aktuellen UV-Bestrahlung ihres Hundes? Je mehr UV-Straheln, desto mehr aktives Vitamin-D. Das heißt aber auch, mehr Kalzium- und Phosphorbedarf im Sommer als im Winter.
  • Im Sommer sind nicht nur die Tage länger, sondern in der Regel ist es dann auch wärmer. Berücksichtigt Ihr Futterplan auch die aktuelle Tagestemperatur und die damit einhergehende unterschiedliche Temperaturaufnahme des Körpers?
  • Es ist sehr warm, eigentlich braucht Ihr Hund heute garnichts zu fressen - aber er hechelt stark! Das kostet Energie. Was tun Sie nun? Füttern Sie, damit er Energie zum Hecheln hat oder brauchen Sie nicht zu füttern, da es ja draußen warm genug ist und die Außentemperatur genug Energie liefert zum Hecheln! Oder?
  • Es ist November und naßkaltes Wetter. Braucht Ihr Hund nun mehr Energie als im Sommer oder nicht?
  • Es regnet, Ihr Hund wird naß. Durch das nasse Fell verliert Ihr Hund stark an Energie, die Körpertemperatur sinkt. Gleicht das Ihr heutiger Futterplan auch aus?
  • Im Herbst werden die Tage kürzer. Dies führt über hormonelle Steuerungen im Körper zu einer veränderten Stoffwechsellage die jetzt darauf eingestellt ist, Fettreserven für den Winter anzulegen. Wurde dies bei Ihrem Futterplan für September bis November auch berücksichtigt?
  • Es ist Januar und Ihre Hündin ist läufig. Haben Sie daran gedacht, daß sie in diesen 3 Wochen aufgrund des veränderten Sexualhormonhaushaltes auch einen veränderten Stoffwechsel hat und eventuell auch mehr „läuft“ als vorher?
 
Man könnte hier noch viele andere Einflußfaktoren aufzählen. Vielleicht fällt Ihnen ja noch Dieses oder Jenes selber ein. 
Aber schlussendlich, wenn Sie es wirklich richtig machen wollen, müßten Sie unter Berücksichtigung all dieser Einflußfaktoren (und all der Einflußfaktoren, die hier nicht genannt sind) Ihren Futterplan täglich neu berechnen!
 Viel Spaß dabei! wink
 
Hier ein anderer Vorschlag:
 
Füttern Sie einfach „frei Schnauze“ - die für Ihren Hund durchschnittlich benötigte Futtermenge!
Wird Ihr Hund zu dick, müssen Sie die Futtermenge reduzieren.
Wird Ihr Hund zu dünn, müssen Sie sie erhöhen.

Klammern Sie sich also bitte nicht an „genau ausgerechnete“ Futterpläne!
Die sind nämlich mindestens genau so falsch wie die Fütterung frei Schnauze!
 wink